Saison 2009/2010: der VfB Messelhausen II hat seine Reserve Mannschaft aus dem Spielbetrieb der Kreisklasse Tauberbischofsheim / Reserve zurückgezogen. Nachdem 09/10 die II. zurückgezogen wurde ist nun auch 2010/2011 die erste abgezogen worden somit ist nur noch die AH aktiv
   
  VfB-Messelhausen 1927 e.V.
  Geschichte
 

VEREINSGESCHICHTE

 

 

Die ersten chronologischen Aufzeichnungen des Vereins datieren leider erst aus der Nachkriegszeit, als der Verein wieder ins Leben gerufen wurde. Es ist jedoch berliefert, dass die Anfänge des Fußballsports in Messelhausen bis in das Jahr 1922 zurückgehen.
Es wird berichtet, dass das erste Fußballwettspiel überhaupt Anfang der zwanziger Jahre auf der Wiese am Ortsausgang links an der Straße nach Zimmem ausgetragen wurde. Der Gegner war Oberbalbach; das Spiel endete Torlos mit 0:0.

Bereits zu dieser Zeit hatte eine Gruppe von Freunden dieser Sportart eine Interessengemeinschaft gegründet.
Wenn man auch noch nicht von einem Verein im eigentlichen Sinne sprechen konnte, so trafen sich diese Fußballpioniere bereits regelmäßig zu Besprechungen und zu Fußballspielen mit Gleichgesinntem aus den umliegenden Gemeinden.
Noch fehlten diesen Spielern Trikots und Sportplatz. Als Spielfeld diente einmal eine Wiese, dann wieder ein abgeernteter Acker. Die Tore wurden durch Stangen gekennzeichnet, die Querlatte zeigte ein Seil an. Diese Männer der ersten Stunde, die zur damaligen Zeit, in der Sitte und Moral noch einen hohen Stellenwert besaßen, dem Mut aufbrachten und es gewagt haben “schamlos” in kurzen Hosen und mit nackten Beinen in der Öffentlichkeit zu erscheinen, bildeten den Grundstock für den VfB Messelhausen. 

In Messelhausen haben folgende Gründungsmitglieder den Verein 1927 aus der Taufe gehoben:
Florian Horn - Wilhelm Horn - Kaspar Horn - Paul Funk - Wilhelm Funk - Franz Versbach - Johann Versbach - Wendelin Beck - Andreas Lesch - Valentin Liebenstein 4 Alfred Epp - Otto Lockheimer - Franz Konrad - Wilhelm Pfeifer - Ludwig Hofmann - Adam Wirsching - Erwin Dietz.

Die Gründungsfeier war mit einer großen Tanzveranstaltung verbunden.
Als Vereinslokal wurde das Gasthaus “zum Adler” bestimmt.


Als erster Vorsitzender fungierte Florian Horn, ihm zur Seite stand Otto Kockheimer.

 

Der Verein, der später in DJK (Deutsch Jugend Kraft) umbenannt wurde, wuchs und fand immer mehr Zuspruch. Professor Otto Lockheimer, ein vielerorts bekannter und geachteter Pädagoge und zeitlebens mit Land und Leuten seiner Heimat eng verbunden, starb 1999 in Freiburg im Alter von 90 Jahren.
Er leistete in den Gründerjahren wertvolle Pionierarbeit und war über viele Jahre hinweg als Spieler aktiv.

Über ein Jahrzehnt lang wurde mangels eines Sportplatzes in den Straßen vor der “Zehnterscheuer", am Eingang des Gutshofes, auf dem „Bal", im „Löhle" und auf den Wiesen am Weg nach Oberbalbach trainiert. Wenn man ein Wettspiel gegen „Auswärtige" austragen wollte, herrschte große Not. Es war nämlich kein Sportplatz vorhanden und deshalb wurde die ganze Gemarkung nach etwas Ähnlichem wie einem Fußballfeld abgesucht. Man war fron, endlich einen halbwegs ebenen Klee- oder Stoppelacker gefunden zu haben, wo dann die Wettspiele ausgetragen werden konnten. Es wurde auf der Mitte des „Holzackers", hinter der „30 Morgen", an der „Vilchbander Straße", auf den Wiesen unterhalb Marstadt und in der ,,2. Tanne nach Zimmern" gespielt.

Am frühen Sonntagmorgen wurde mit Schubkarren, die mit Torstangen und Sägemehl beladen waren hinausgefahren, um das Torgehäuse zu setzen und den Platz zu markieren. Dabei war man immer ängstlich besorgt, dass der Besitzer des Feldes oder der Feldschütz dies nicht bemerkte und die Spieler von dannen jagte.

Nach einem Jahrzehnt, in den 30er Jahren, bot sich der heutige Marstadter See, der leergelaufen war, als erstes ebenes Fußballfeld an. Wenn auch bisweilen sumpfig, so war dies der ideale Sportplatz. Es wurden richtige Torstangen aus Telefonmasten beschafft, die im Handwagen nach Königshofen zur Säge und wieder von Hand
zurückgezogen wurden. Der Damm des Sees glich den Rängen eines Fußballstadions, der dem Zuschauer eine „originale Bundesliga-Atmosphäre" vermittelte.

Der Wald dazu ergab eine herrliche Kulisse, im dieser Zeitspanne, mitten der 30er Jahre, fanden am Marstadter See auch Zeltlager der damaligen so genannten „Hitlerjugend" statt. Auf dem Sportplatz des heutigen Marstadter Sees wurden viele Jahre lang Fußballspiele ausgetragen bis der 2. Weltkrieg den Spielbetrieb jäh unterbrach und die Spieler an die Front rief.

Selbst Pater Eduard Schmitt ging für den VfB Messelhausen auf Torejagd.

Ludwig Wörner leitete nahezu 33 Jahre die Geschicke des Vereins. Als nach Kriegsende die Überlebenden oft einzeln, der eine früher, der andere später wieder in ihre Heimat zurückgekehrt waren, herrschte große Niedergeschlagenheit. Trotzdem verlor man den Mut nicht und einige tatkräftige Männer, bei denen der Sportgedanke weiterlebte beschlossen, den Verein wieder ins Leben zu raufen.

 

Am Donnerstag, den 10. August 1946 um 20.30 Uhr war es dann endlich soweit. An diesem Tag wurde die Gründungsversammlung wiederum im Gasthaus “Zum Adler”, einberufen und der „Verein für Bewegungsspiele Messelhausen" zu neuem Leben erweckt Die hierbei durchgeführten Wahlen erbrachten folgendes Ergebnis:

Vorsitzender wurde Hans Feuchtenbeiner, stellvertretender Vorsitzender Kaspar Horn, als Schriftführer wurde Max Hofmann gewählt, der als Torwart mit den weißen Handschuhen von sich reden machte. Das Amt des Kassiers übernahm Richard Hartmann, als Trainer und Vereinsschiedsrichter erklärte sich der damalige Frisör Josef Schmidt bereit.

Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Sportplatzfrage. Da der Verein schon am 1. März 1937 durch vielseitige Bemühungen mit der Pfälzer Katholischen Kirchenschaffnei erreichte, im ”Kirchenholz", Distrikt III (heutiger Waldsportplatz) eine Fläche von rund 35 Ar zu pachten, war dieses Problem praktisch schon gelöst.
Es wurde festgelegt, zweimal wöchentlich einen Arbeitsdienst, der jeweils am Dienstag und Freitag stattfinden sollte, zu halten, um den Platz, der sich in einem sehr schlechten Zustand befand, wieder für den Spielbetrieb herzurichten. Durch einen Pachtvertrag mit Berta Zehnter am 19. April 1948, deren Acker unmittelbar an
den Sportplatz angrenzte, konnte der Seinerzeit doch verhältnismäßig kleine Platz noch um weitere 13 Meter ausgedehnt werden. Weiterhin wurde noch die Anschaffung von neuen Toren sowie die Trikotfrage besprochen. Dann verpflichteten sich die ersten Mitglieder - es waren immerhin schon 30 Personen - durch eigenhändige Unterschrift. Der Eintrittsbetrag betrug eine Mark, der monatliche Folgebeitrag 50 Pfennig. Das Gasthaus Zum Adler diente zunächst als Versammlungsort für Besprechungen und Spielersitzungen bis geraume Zeit später das „Deutsche Haus" offiziell zum Vereinslokal erklärt wurde.


Die 30 Gründungsmitglieder 1946 waren im einzelnen:


Hans Feuchtenbeiner -J Florian Horn I - Florian Horn II - Otto Lockheimer - Josef Schmidt - Franz Schwarzfischer -Max Hofmann - Ludwig Schmidt - Burkhard Ziegler - Robert Hornbach - Albert Schwarz - Erich Scheuermann -Kilian Schwenkert - Franz Döhling - Josef Schneider - Hans Seethaler - Wilhelm Wehr - Bernhard Scheuermann - Georg Slomka - Richard Hartmann - Wilhelm Pfeifer - August Wolf - Stefan Ziegler - Heinrich Wirsching - Frieda Kircher - Maria Gröner - Josef Piatrik - Georg Kummer - Heinrich Schweizer - sowie Wilhelm Öhm aus Hofstetten.

Am 18. August 1946 begann offiziell der Spielbetrieb in der Kreisklasse II, Staffel I mit einer ersten und zweiten Mannschaft gegen den SV Kützbrunn.

 

Man spielte in folgender Aufstellung:
Josef Schneider (Tor), Florian Horn I, Wendelin Beck, Georg Göbel, Alfred Düll, Stefan Kiss Johannes Slomka, Franz Döhling, Otto Lockheimer, Hans Seethaler, Max Hofmann, Ersatz: Florian Horn II und Wilhelm Wehr.

Zweite Mannschaft:

Max Hofmann (Tor), Bernhard Ziegler, Kilian Schwenkert, Bernhard Scheuermann, Pater Eduard Schmitt, Erich Scheuermann, Robert Hornbach, Albert Schwarz, Wilhelm Wehr, Florian Horn II, Burkhard Ziegler,
Ersatz: Kaspar Horn


In der Nachkriegszeit, die von materieller Not und beruflicher Ausweglosigkeit geprägt war, leistete vor allem der Ortsgeistliche, Pater Eduard Schmitt, wertvolle Aufbauarbeit im Verein. Sein besonderes Engagement galt hierbei der jüngeren Generation. Es dürfte im Sportkreis Tauberbischofsheim wohl ein Novum gewesen sein, dass Pater Eduard Schmitt, zuweilen sogar im schwarzen Ordenskleid, als Mittelstürmer für den VfB auf Torejagd ging. Er beschaffte auch - man höre und staune - aus einem Kloster in Amerika einen Fußball, weil es weit und breit keinen mehr aufzutreiben gab.
Bis zur Verbandsrunde 1949/50 spielten die VfB-FußbaIler in verschiedenen Staffeln der Kreisklasse A und B (u.a. gegen Mannschaften aus Lauda, Königshofen, Oberlauda, Gerlachsheim, Grünsfeld, Schönfeld und Wittighausen) mit unterschiedlichem Erfolg. Hier ein Auszug aus einem Schreiben des Kreisfachwartes für den Fußball vom 21. September 1947: „Ich teile dem Verein mit, dass er in die Klasse A, Staffel I eingeteilt ist, nachdem Messelhausen als einziger Verein eine Jugend stellt und somit in diese Klasse au rücken Mus wegen der Jugend!"

Um sich finanziell über Wasser halten zu können wurden verschiedene Veranstaltungen wie Tanzabende oder Theateraufführungen durchgeführt.

Im Mai 1951 übernahm Ludwig Wörner den 1.Vorsitz des Vereins, den er sage und schreibe 32 Jahre lang inne haben sollte.

Bereits unmittelbar nach seiner Wahl wurde unter der tatkräftigen Mithilfe des unvergessenen Ortsgeistlichen Pater Eduard Schmitt, der alte und relativ kleine Sportplatz im Kirchholz vergrößert und neu angelegt.
Die Sportplatzeinweihung fand noch im selben Jahr statt.

 

Für die außerordentlichen Verdienste um den Fußballsport wurde Ludwig Wörner vom Verein zum Ehrenvorsitzenden ernannt; ferner gab es Ehrungen und Auszeichnungen vom Fußballkreis Tauberbischofsheim und dem Badischen Fußballverband. Darüber hinaus erhielt er noch die Ehrennadel des Landes Baden Württemberg.


An den darauf folgenden Jahren mischten die Messelhäuser Fußballer immer tüchtig in der B-Klasse mit, ohne jedoch einen Meistertitel zu erringen. Nach Saisonende 1953/54 stand die Mannschaft des VfB zwar auf dem l. Tabellenplatz und alle freuten sich bereits auf den vermeintlichen Titel, dieser wurde jedoch kurzerhand am “grünen Tisch” - sehr zum Unmut der Spieler, Fans und Verantwortlichen - wieder annulliert und dem VFB Boxberg zugesprochen.


Den ersten größeren Erfolg verbuchten die VfB Fußballer im Spieljahr 1960/1961. Die beiden B-Staffeln führten eine Pokalrunde durch, bei der es dem VfB Messelhausen gelang, bis in das Endspiel vorzudringen. Auf dem alten Sportplatz in Unterbalbach schlugen die VfB-Mannen in einem denkwürdigen Spiel den Lokalrivale aus Oberbalbach mit 3 : 1 Toren und wurden Pokalsieger. Dieser Erfolg ist um so höher einzuschätzen, wenn man bedenkt, dass sämtliche Heimspiele auf dem Sportplatz in Zimmern ausgetragen werden mussten, weil sich der eigene Fußballplatz im Umbau befand.

Die Namen der Pokalhelden von 1962 sollen hier nochmals genannt werden:


Günther Müller - Max Liebenstein - Peter Hofmann - Günther Horn - Kuno Pfeifer - Kilian Schwenkert - Franz Walz - Bernhard Schwenkert - Willi Schwenkert (Tormann) - Edgar Hofmann - Willi Horn


Bemerkenswert wäre vielleicht noch, dass der VfB Messelhausen 1960/61 den Fairnesspreis erhielt und 1961/62 sogar als einziger Verein straffrei blieb.

Im sportlich erfolgreichen Jahr 1962 fand auch das 35-jährige Vereinsjubiläum mit der Sportplatzeinweihung durch Pater Berthold Meier statt. In rund 2400 freiwilligen Arbeitsstunden und einem Gesamtbetrag von 14.000,-- DM wurde eine sehr schöne Sportplatzanlage mit Umkleideräumen geschaffen.

Die folgenden Jahre sind, aus sportlicher Perspektive betrachtet, durchaus erfolgreich verlaufen. Die Mannschaft war stets im oberen Tabellendrittel zu finden, was nicht zuletzt ein festgefügtes Team ausmachte, das über lange Zeit hinweg mit der gleichen Besetzung zusammenspielte. Es dauerte bis zum Spieljahr 1966/67, dann war es endlich soweit. Die Mannschaft des VfB wurde Meister der B-Klasse, Staffel I, das wiederum straffrei. Einen großen Anteil an diesem Erfolg hatte nicht zuletzt auch der damalige Ortslehrer Helmut Erhart, der als fach- und sachkundiger Übungsleiter fungierte.

 Folgende Spieler waren an der Meisterschaft beteiligt:
Kuno Pfeifer - Rainer - Ziegler - Edgar Hofmann - Peter Hofmann - Manfred Liebenstern - Max Liebenstein - Florian Horn - Günther Hörn - Egbert Horn - Willi Horn - Walter Schwarzfischer - Bernhard Schwenkert - Günther Müller - Heinz-Walter Schmieder - Josef Sommer - Robert Beckert und Eugen Endres.

Mit dem Gewinn der Meisterschaft hatte die Mannschaft sich und dem Verein, der am 22. und 23. Juli 1967 sein 40-jähriges Jubiläum feierte, ein schönes Geschenk gemacht.

Die Freude über den Aufstieg in die A-Klasse, vergleichbar etwa mit der heutigen Bezirksliga währte leider nicht lange. Das vorhandene, viel zu kleine Spielerpotential wurde durch Verletzungen dermaßen geschwächt, dass die VfB-FußbalIer nach der Verbandsrunde 1967/68 wieder in die B-Klasse zurückkehren mussten.

Auf den VfB Messelhausen kamen schwierige Zeiten zu. Auf Grund der desolaten und zeitweise aussichtslosen Lage -einige Spieler beendeten ihre aktive Laufbahn, andere wechselten den Verein war sogar die Existenz des Vereins in Frage gestellt. Stimmen wurden laut, den Fußballverein aufzulösen. Den Nachwuchsfußballern, die aus der A-Jugend in die l. Mannschaft aufrückten, hatte man es hauptsächlich zu verdanken, den Spielbetrieb weiter aufrecht zu erhalten und die entstandenen Lücken wieder notdürftig zu schließen. Die seinerzeit recht starke Jugendmannschaft stand übrigens unter der Verantwortung der beiden Jugendleiter Kaspar Horn und Ludwig Ühlein, die über viele Jahre hinweg vorbildliche Jugendarbeit leisteten. Nicht vergessen werden sollte an dieser Stelle auch Reinhold Wittmann, ehemals Schulleiter in in der Nachbargemeinde Kützbrunn, der als Trainer und Aktiver ebenfalls dazu beitrug, den Verein am Leben zu erhalten.

Erstmals ließen die VfB-Kicker wieder Mitte der Siebziger Jahre aufhorchen. In der Saison 1974/75 scheiterte die junge Elf im Endspurt am TSV aus Bobstadt, denn das entscheidende Spiel ging mit 0 : 1 verloren. Da der Waldsportplatz im Hinblick auf das 50-jährige Bestehen des Vereins umgebaut wurde mussten die Messelhäuser Fußballer über zwei Jahre lang in der „Fremde" trainieren und spielen. Die vermeintlichen Heimspiele der Saison 1976/77 fanden in Oberbalbach statt, für die folgende Spielrunde stellte der VfR Gerlachsheim sein Sportgelände zur Verfügung. Das Training wurde u.a. auf dein alten Taubersportplatz in Lauda sowie auf dem Schulsportplatz in Vilchband absolviert. Trotz diesen sicherlich nicht idealen Bedingungen und den damit verbundenen Umständen wurde damals eine Reservemannschaft ins Leben gerufen, die heute noch existiert. Die Spieler der 2. Mannschaft brachten sogar das Kunststück fertig, in der Zeit von 1978 bis 1981 viermal in Folge den l. Platz zu belegen.

Im Jahr 1977 gab es dann auch Grund zur Freude. In einem turbulenten, emotionsgeladenen Finalrundenspiel in Oberbalbach schaltete die Truppe von Trainer Johann Müller den haushohen Favoriten FV Lauda aus und wurde überraschend Stadtmeister. In der Winterpause folgte ein weiterer bemerkenswerter Triumph. Beim traditionellen Burgermeister-Weid-Hallen-Fußballtumier des SV Königshofen, das inzwischen über 30 Jahre ausgetragen wird, ließ man die gesamte Konkurrenz hinter sich und ging zum ersten Mal als Sieger hervor.

Das folgende Jahr stand ganz im Zeichen des 50-jährigen Vereinsjubiläums, bei dem der neue Sportplatz zusammen mit dem umgebauten Sportheim seiner Bestimmung übergeben wurde. Die erste Saison auf dem neuen Spielfeld brachte immerhin den 3. Tabellenplatz und in der Saison 1979/80 -zwischenzeitlich konnte
sogar die Herbstmeisterschaft errungen werden- reichte es nach einem spannenden Zweikampf mit dem SV Schönfeld nur zur Vizemeisterschaft. Die guten Leistungen auf dem Fußballplatz konnten im Winter unter dem Hallendach der Tauber Franken Halle in Königshofen weiter fortgesetzt werden. Das Team des VfB Messelhausen holte sich nach einer kämpferischen Meisterleistung gegen die klassenhöhere Mannschaft aus Windischbuch zum zweiten Mal den begehrten Siegerpokal des Burgermeistei-Weid-Gedächtnis-Turniers.


I
m Frühjahr 1986 ging beim VfB Messelhausen eine fast 32 Jahre lang andauernde Ära zu Ende: Der bisherige Vorstand Ludwig Wömer übergab sein Amt in die Hände von Heinz-Walter Schmieder.


Die sportliche Bilanz der darauf folgenden Jahre konnte sich durchaus sehen lassen.
Unter der Regie von Joschka Szabo kam es 1983 zu zwei Relegationsspielen mit der Chance zum Aufstieg. Nach dem 1 : 0 Sieg gegen den SC Boxtal im ersten Match sah es noch gut aus. Doch in der zweiten Begegnung, die bei sengender Hitze vor über 500 Zuschauern in Grünsfeld ausgetragen wurde, war Endstation. Die Szabo-Elf verlor gegen den A-Klasse Vertreter TSV Werbach knapp mit 1 : 2 Toren.

Ebenfalls sehr gute Arbeit leistete später auch Werner Popp vom SV Königshofen, der ein halbes Jahrzehnt lang von 1985 bis 1990 sich für die 1. und 2. Mannschaft verantwortlich zeichnete. Im ersten Jahr seines Wirkens belegte die 2. Mannschaft den 1. Platz und beim Rundenschluss 1988/89 standen die Spieler des VfB Messelhausen schon mit einem Bein in der Kreisliga A. Es musste wiederum ein Entscheidungsspiel auf neutralem Platz, diesmal in Gerchsheim abgetragen werden, um den Aufsteiger zu ermitteln. Die VfB’ler zogen leider gegen den zweiten Aspiranten Höhefeld mit 0 : 1 erneut den Kürzeren.

In die Amtszeit von Werner Popp fiel auch die Geburtsstunde des AH - Fußballabteilung, die mittlerweile 15 Jahre Bestand hat. Die AH - Kicker sind im Laufe der Jahre zu einem festen Bestandteil des Vereins geworden. Nicht nur die 70er, auch die 80er Jahre waren vor allem vom Erfolg der Jugendmannschaften geprägt.
Es konnten in den verschiedenen Altersklassen der A-, C- und D-Jugend wiederholt Meisterschaften errungen werden.


Das Jahr 1988 nahmen die Mitglieder des VfB zum Anlass, 60 Jahre Fußball in Messelhausen zu feiern. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde u.a. auch das umgebaute und erweiterte Sportheim eingeweiht.

Das zurückliegende Jahrzehnt kann und darf man mit Fug und Recht nicht nur zu den Ereignisreichste, sondern auch zu den Erfolgreichsten in der Vereinsgeschichte des VfB Messelhausen zählen.

Nachdem im März 1990 eine nahezu vollständig neue Vorstandschaft mit Josef Walter an der Spitze gewählt worden war, starteten die VfB-Fußballer einen grandiosen Höhenflug. Der Start begann mit dem Gewinn der Staffelmeisterschaft der B-Klasse. Die konstant guten Leistungen wurden in der A-Klasse am Ende der Saison 91/92 mit dem 2. Tabellenplatz belohnt, der den Aufstieg in die höchste Klasse im Fußballkreis, der Bezirksliga, bedeutete. Den Höhenfliegern gelang somit ein Durchmarsch von der B-Klasse bis hinauf in die Bezirksliga.
Besonders das Jahr 1991 hatte es in sich. Nach dem Gewinn der Staffelmeisterschaft besiegt das Team des VfB Messelhausen bei der Stadtmeisterschaft in Gerlachsheim die Landesligareserve des FV Lauda und wird
Stadtmeister.

Am 24.11.1991 stehen die Fußballer des VfB zum ersten Mal im Kreispokalfinale, das jedoch mit 1 : 3 Toren gegen den Bezirksligavertreter DJK Unterbalbach verloren wird. Beim 21. Bürgermeister-Weid-Hallenturnier im Dezember dringen die Mannen des VfB bei 32 teilnehmenden Mannschaften zum vierten Mal ins Endspiel vor. Erst dort werden sie vom Finalgegner Tauberrettersheim, der mit 7 :0 Toren gewinnt, jäh gestoppt. Diese wohl einmalige Erfolgsserie war nicht nur auf das spielerische Können, die Kameradschaft und den Zusammenhalt der Spieler zurückzuführen. Es war auch der Verdienst des Spielertrainers Harald Döhling, den man ohne übertreiben zu wollen als „Vater des Erfolgs" bezeichnen kann.

folgende Spieler waren an dieser Erfolgsserie beteiligt:
Harald Döhling - Gerald Scherer - Bernd Liebenstein - Norbert Kordmann - Wolfgang Kraus - Christian Hofmann - Stefan Walter - Andreas Beckert - Jürgen Röckert - Bertram Rothengast - Michael Müller - Thomas Müller - Wolfgang Englert - Conrad-Michael Hummel - Peter Scheuermann -Mathias Hillenbrand - Peter Scheel und Josef Spang.


Nach nur zweijähriger Zugehörigkeit zur höchsten Spielklasse stürzte man sozusagen im freien Fall über die A- und B-Liga hinunter bis in die Kreisliga C. Im Juli 1994, nach nahezu 14-monatiger Bauzeit, in der 122 Mitglieder 15.000 Arbeitsstunden leisteten, konnte die völlig neu angelegte Sportanlage inklusive Sportheim in Betrieb genommen werden. Ob „Sportplatz mit Bundesliganiveau" oder „Waldluxussporthotel", das Lob der auswärtigen Gäste, insbesondere des damaligen Fußballkreisvorsitzenden Siegfried Schultheiß, war überschwänglich und einhellig.
Nach nur einjähriger Zugehörigkeit zur C-Klasse wäre dem VfB in der Verbandsspielrunde 1996 fast der Wiederaufstieg gelungen. Bei den Relegationsspielen gegen Italo-Sport Wertheim blieb man zwar mit 5 : 3 Toren
erfolgreich, aber das entscheidende Match gegen den SV Uiffingen vor Rekordkulisse von 1.100 Zuschauern endete mit einer 0 : 2 Niederlage.
Ihr 70-jähriges Vereinsbestehen feierte die Sportlerfamilie des VfB vom 25. Bis 27. Juli 1997.

 

Nach einem Trainerwechsel, Georg Weller übergab aus gesundheitlichen Gründen sein Amt an Thomas Ludwig vom SV Königshofen, gab es wieder Grund zum Jubeln. Mit 6 Punkten Vorsprung erspielten die VfB-Fußballer den 1. Platz in
ihrer Klasse und kehrten somit wieder in die B-Klasse zurück.

 

Leider mussten die Fußballer des VfB nach nur dreijähriger Zugehörigkeit erneut den Gang in die niederste Klasse antreten. Trainer Gerold Sack aus Königshofen trifft sicherlich hier keine Schuld, hatte er doch auf Grund des fehlenden Spielermaterials große Mühe und Not, sonntags elf Spieler aufbieten zu können.

 

Dass der Abstieg ausgerechnet im 75. Jubiläumsjahr des Vereins erfolgt ist, kann man vielleicht als Ironie des Schicksals deuten. Im Jubiläumsjahr zählt der VfB Messelhausen 166 Mitglieder.


Er wird vom 1. Vorsitzenden Franz Horn geführt, ihm zur Seite steht Manfred Liebenstein als stellvertretender Vorsitzender. Die Kasse wird von Christian Hofmann verwaltet und als Schriftführerin fungiert Franziska Lesch.

Seit 23.04.2010 gibt es beim VfB Messelhausen ein 4er Gremium als Vorstand bestehend aus
Thomas Müller
Bertram Rothengast
Reinhold Wülk
Christian Hofmann

 

 
   
 
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